St. Petrikirche , Evangelisch-Lutherische Kirche mit Kirchplatz Theaterplatz 3, Neugotische Kirche im Zentrum, Chemnitz, Deutschland
Die St.-Petri-Kirche ist eine neugotische Hallenkirche, 59 m lang und 36 m breit, aus Sandstein und Backstein. Auf ihrem Turm sitzt seit 1887 ein goldenes Kreuz in 82 m Höhe. Das Mittelschiff erreicht in der Vierung 22 m; Mosaikfenster belichten es, und in der Apsis zeigen Glasmalereien von Hertel & Lersch Geburt, Kreuzigung und Auferstehung.
1875 wurde die Parochie St. Petri von der Muttergemeinde St. Johannis abgetrennt. Am 16. April 1883 schenkte die Stadt der Gemeinde ein 1200 m² großes Grundstück am Schillerplatz; die Grundsteinlegung folgte am 23. Juli 1885, nachdem Hans Enger einen Wettbewerb unter 58 Entwürfen gewonnen hatte. Am 18. August 1887 wurde das goldene Turmkreuz aufgesetzt, am 18. Oktober 1888 die Kirche geweiht; der Bau kostete 700.000 Mark.
Der Name verweist auf den Apostel Petrus; 1875 wurde die Parochie von St. Johannis abgetrennt. Die Ladegast-Orgel wurde mit der Kirche am 18. Oktober 1888 geweiht und hat 57 Register und 3902 Pfeifen. Die Restaurierung 2007–2008 finanzierte die Spendenaktion „Eine Königin für Chemnitz“; am 19. Oktober 2008 erklang sie wieder.
Die Kirche steht am Theaterplatz 3, zwischen Opernhaus und Kunstsammlungen Chemnitz, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Der Innenraum fasst 1200 Sitzplätze und ist außerhalb der Gottesdienste zu besichtigen; der Zugang führt durch das Hauptportal unter dem großen Relief am Wimperg.
Das erste Geläut von 1887, gegossen von G. A. Jauck in Leipzig, umfasste drei Glocken mit 5570 Kilogramm. Im Zweiten Weltkrieg mussten zwei als Metallspende abgegeben werden; entgegen dem Regelfall blieb die mittlere Glocke mit 1,39 Metern Durchmesser im Turm.
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