St. Laurentius, Katholische Kirche in Reudnitz, Leipzig, Deutschland.
St. Laurentius ist eine katholische Kirche aus gelbem Backstein in der Stötteritzer Straße 47 in Reudnitz. Der linke Teil hat eine niedrigere Halle mit hohen Spitzbogenfenstern mit Maßwerk und einem steilen Schieferdach mit Gauben; dahinter erhebt sich ein schlanker, kupfergrüner Dachreiter. Der rechte Teil ist ein höherer, turmartiger Block mit zwei Reihen schmaler Rundbogenfenster, einem Treppengiebel und einem zurückgesetzten Bogenportal.
Die Pfarrkirche wurde 1893 nach Plänen von Hubert Kratz, Josef Meurer und Albin Hentschel erbaut, weil die Propsteikirche für die wachsende Stadt zu klein geworden war. Seit dem 1. Juli 1901 bestand das Pfarramt. Im Ersten Weltkrieg mussten im Juni und Juli 1917 die zinnernen Orgelpfeifen und die Kirchenglocke abgegeben werden.
Im Innern befinden sich farbige Bleiglasfenster, die zwischen 1973 und 1981 vom Künstler Gottfried Zawadzki aus Kamenz geschaffen wurden. Diese Fenster prägen das Licht und die Stimmung während eines Besuchs stark.
Die Kirche liegt an der Stötteritzer Straße 47 in Leipzig und ist gut vom öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen, da die Kirche nur zu Gottesdiensten und besonderen Anlässen zugänglich ist.
St. Laurentius ist der älteste noch bestehende katholische Kirchenbau Leipzigs seit der Reformation: Die Trinitatiskirche von 1847 wurde 1954 abgerissen. Zur Gemeinde gehörten ursprünglich ein Waisenasyl und eine Suppenküche, in der sich einst auch eine sächsische Königin engagiert haben soll.
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