Maschinenhaus Löbau, Eisenbahnmuseum in Löbau, Deutschland
Das Maschinenhaus Löbau ist ein Lokomotiv-Rundschuppen, der ab 1859 nach Plänen von Max Maria von Weber und nach dem Vorbild eines größeren englischen Baus errichtet wurde. Es steht auf dem Gelände des früheren Bahnbetriebswerks am Bahnhof Löbau, wo ein zweigleisiges Heizhaus von 1847 mit eigenem Brunnen, Pumpe und Vorwärmkessel zu klein geworden war. Heute gehört der Rundschuppen den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden und dient als Eisenbahnmuseum.
Im Dezember 1846 erhielt Löbau durch die Sächsisch-Schlesische Eisenbahngesellschaft an der Strecke Dresden–Görlitz seinen ersten Eisenbahnanschluss, zunächst mit einer kleinen Lokomotiv-Remise und einem Wasserbrunnen. Das heutige Maschinenhaus entstand ab 1859 nach Plänen von Max Maria von Weber, weil der alte Lokschuppen nach der Verlängerung Richtung Reichenberg nicht mehr ausreichte; bereits im Dezember 1859 wurden schadhafte Fahrzeuge zur Reparatur in die neue Maschinenwerkstatt überstellt.
Betrieben wird die Anlage vom Verein Ostsächsische Eisenbahnfreunde (OSEF), dem Eigentümer und Betreiber des Museums im früheren Bahnbetriebswerk. Die Sammlung umfasst sächsische Dampflokomotiven und Wagen, die betriebsfähig erhalten werden. Der Name Maschinenhaus bezeichnet das Maschinengebäude selbst, das für den Löbauer Lokomotivbetrieb errichtet wurde.
Die Anlage befindet sich zentral in Löbau und ist leicht zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar. Besucher sollten beachten, dass die Gebäude teilweise nur von außen einsehbar sind oder während spezieller Öffnungszeiten besichtigt werden können.
Das Maschinenhaus entstand nach Plänen von Max Maria von Weber, Finanzrat im Maschinenwesen bei der Dresdner Direktion der Sächsischen Staatseisenbahn, der sich an einem größeren Bau in England orientierte. Für die Baufreiheit musste der Wagenschuppen der Löbau-Zittauer Eisenbahn ans Ende der Kopfbahnhofgleise versetzt werden.
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