Evangelische Pfarrkirche, 13 Grabmale, Nebengebäude, Einfriedungsmauer und Kirchhof Kirchberg, Lutherische Kirche in Wachau, Deutschland
Die Kirche Seifersdorf ist eine nachgotische Saalkirche, die 1604/05 in Seifersdorf, einem Ortsteil von Wachau in Sachsen, erbaut wurde. Sie hat einen verputzten Außenbau mit Fünfachtelschluss und Strebepfeilern, einen quadratischen Westturm, der in ein Oktogon mit geschweifter Haube und Laterne übergeht, und im Inneren ein Netzgewölbe. Der Kirchhof umfasst dreizehn Grabsteine, mehrere Nebengebäude und eine Einfriedungsmauer.
Das Gebäude wurde erstmals 1312 urkundlich erwähnt und kam später unter die Kontrolle des Klosters Alt-Zella. Der Burgraf Otto II von Dohna trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, indem er die ganze Siedlung an das Kloster übertrug.
Auf dem Kirchhof steht das Grabmal der Margaretha von Schleierweber († 1790) mit einer klassizistischen Vase auf einem Postament, um die sich eine Schlange legt. Am Chor befindet sich das Grab der Jenny von Brühl († 1884), der Ehefrau Carl Friedrich Moritz von Brühls. Im Inneren liegt vor dem Altar die schlichte Bronzegrabplatte von Hanns Moritz von Brühl, seiner Frau Christina, der Begründerin des Seifersdorfer Tals, und ihrem Sohn Carl Friedrich Moritz von Brühl.
Der Standort ist auf der Kirchbergstrasse in Seifersdorf zu finden und leicht über die GPS-Koordinaten erreichbar. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um das gesamte Gelände mit seinen Nebengebäuden und der Umfassungsmauer zu erkunden.
Der Altarretabel war vermutlich ursprünglich als Sandsteinepitaph für den 1603 gestorbenen Dietrich von Grünrod gedacht und wurde später zum Epitaphaltar erweitert. In einer Nische kniet der Verstorbene als vollplastische Sandsteinfigur, darüber rechts ein kleines Alabaster-Kruzifix und links eine Inschrifttafel.
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