Bleichert-Villa, Denkmalgeschützte Villa in Parthenstein, Deutschland
Die Villa Klinga ist ein verputzter dreigeschossiger Herrenhausbau auf einem Kellersockel aus Quadermauerwerk mit neun Fensterachsen auf der Längs- und drei auf der Giebelseite. Neben dem überdachten Eingang steht ein quadratischer Turm mit Achteckhaube und Laterne, das Walmdach trägt Fledermausgauben. Eine Lindenallee führt zum Haus, etwa 70 Meter entfernt steht ein eingeschossiges Nebengebäude mit Mansarddach.
Paul von Bleichert, der mit seinem Bruder Max das Leipziger Seilbahnunternehmen Adolf Bleichert & Co. leitete, ließ 1923 auf dem Senfberg nach Plänen des Leipziger Architekten Richard Welz ein Landhaus errichten. Er zog mit seiner Frau Berthe und den fünf Kindern ein. Nach dem Tod seiner Frau bei einem Autounfall 1927 ging er in die Schweiz und verkaufte das Anwesen an die Stadt Leipzig.
Paul von Bleichert war Kunstsammler und besaß Bilder von Carl Spitzweg, Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt; im Garten stand eine Statue von Max Klinger. Das hölzerne Forsthaus im Schweizerstil auf dem Gelände hieß Luis-Trenker-Haus. Ab 1927 richtete die Stadt Leipzig im Herrenhaus ein Kindererholungsheim und im Nebengebäude eine Jugendherberge ein.
Das Anwesen liegt am Ende der Krankenhausstraße in Klinga auf dem Senfberg, etwa zwanzig Meter über dem Ortskern, und ist über eine Lindenallee erreichbar. Auf dem Gelände befinden sich heute die Bionethos Innovation GmbH und eine Privatklinik; es ist daher nicht öffentlich zugänglich, die Bauten sind von der Straße und der Lindenallee aus zu sehen.
Das hölzerne Forsthaus im Schweizerstil im Park wurde nach dem Bergsteiger und Filmemacher Luis-Trenker-Haus genannt. Der Name erinnert an den Besitzer Paul von Bleichert, der Bilder von Carl Spitzweg, Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt sammelte und im Garten eine Statue von Max Klinger aufstellte.
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