Wohnhaus in geschlossener Bebauung Untermarkt 5, Kulturerbehaus am Untermarkt, Görlitz, Deutschland
Der Frenzelhof ist ein Haus mit geschlossener Bauweise an der Untermarkt 5 in Görlitz und zeigt typische Merkmale mittelalterlicher deutscher Kaufmannshäuser. Das Gebäude verfügt über Decken in Renaissancestil aus Holz, eine kleine Hauskapelle und einen Schatzkammer-Raum.
1400 ist das Grundstück mit dem Schöppen Vincent Heller belegt, dessen Patrizierfamilie auch die Landeskrone besaß. Hans Frenzel heiratete 1493 die Tochter des Besitzers Caspar Tilike und erbte 1499 das baufällige zweistöckige Haus; er baute es für 1100 ungarische Gulden neu auf, Steinfassade und Gewölbe überstanden den Stadtbrand von 1525. Zwischen 1813 und 1835 wurde der Giebel abgetragen und das Haus traufständig umgebaut.
Ihren Namen trägt die Hausnummer Untermarkt 5 nach Hans Frenzel, der das Gebäude 1499 durch die Heirat mit der Tochter Caspar Tilikes erbte und für 1100 ungarische Gulden neu aufbaute. Der früheste überlieferte Name des Brauhofs war Tempel, was auf eine einstige Zugehörigkeit zum Templerorden zurückgeführt wird. Ein kapellenartiger Raum für Frenzels Andachtsübungen, um 1510 ausgemalt, war noch Mitte des 19. Jahrhunderts vorhanden und ist erhalten.
Das Innere des Hauses kann besichtigt werden, und Besucher können die historischen Räume erkunden, einschließlich der privaten Kapelle und der Schatzkammer. Die Örtlichkeit funktioniert heute teilweise als Hotel, daher ist der Zugang je nach Betriebsbedingungen möglich.
Das Haus enthält eine seltene ursprüngliche Hauskapelle, die noch immer sichtbar und zugänglich ist und einen seltenen Einblick in das private religiöse Leben reicher Kaufleute bietet. Diese privaten Gebetsräume waren in Kaufmannshäusern dieser Zeit eine Besonderheit.
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