Egloffsteinsches Palais, Barockes Adelspalais in Erlangen, Deutschland
Das Egloffsteinsches Palais ist ein barockes Herrenhaus in Erlangen mit zweigeschossigem, rechteckigem Grundriss aus Sandsteinblöcken, das sowohl ein Walmdach als auch einen Mansarddachrisalit aufweist. Der Bau verbindet klassische barocke Formensprache mit handwerklich qualitätvoller Natursteinbearbeitung.
Das Palais wurde 1718 von Carl Maximilian von Egloffstein erbaut und gelangte 1744 in den Besitz der Universität Erlangen. 1749 verkaufte die Universität das Gebäude an die Stadt Erlangen weiter.
Der Saal im Obergeschoss zeigt Stuckarbeiten des Bayreuther Meisters Andrea Domenico Cadenazzi, die zwischen 1720 und 1725 entstanden sind und bis heute bewundert werden können. Diese Verzierungen prägen den visuellen Eindruck des Raums und gehören zu den wertvollen Ausstattungselementen, die man beim Besuch wahrnimmt.
Das Gebäude beherbergt heute die Volkshochschule Erlangen und das Deutsch-Französische Institut an unterschiedlichen Adressen. Besucher sollten vorher informieren, welche Bereiche öffentlich zugänglich sind oder ob Führungen angeboten werden.
Das ovale Deckenfeld im Saal zeigt Apollo auf seinem Sonnenwagen sowie die liegende Göttin Ceres, umgeben von kunstvollen Band- und Gittermustern. Diese mythologischen Darstellungen waren typisch für barocke Deckenmalereien und prägen das Erscheinungsbild des Interieurs besonders.
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