Triebwagenhalle Velten, Eisenbahndepot in Velten, Deutschland
Die Triebwagenhalle Velten ist eine Wartungsstätte für Schienenfahrzeuge mit mehreren Gebäudekomplexen und einem 25 Meter hohen Wasserturm. Die Anlage dient heute als Service- und Abnahmezentrum für neu gebaute Schienenfahrzeuge eines Herstellers.
Die Reichsbahndirektion Berlin ließ die Halle 1926 von ihrem Architekten Richard Brademann entwerfen; am 15. November 1927 wurde sie als Abstell- und Werkstattanlage der in Velten endenden S-Bahn-Züge übergeben. Beheimatet waren ET 168 und ET 169, später ET 165 (ab 1970 Baureihe 275) sowie 1966 bis 1969 zwei Viertelzüge ET 166. Am 21. September 1983 endete der elektrische S-Bahnbetrieb, die Halle kam zum Bahnbetriebswerk Wustermark.
Über den Hallentoren steht bis heute der Schriftzug „Vor Einfahrt Halt“, ein Betriebshinweis aus der Erbauungszeit. Heute betreibt die Stadler-Pankow GmbH hier ein Service- und Inbetriebnahmezentrum, in dem neu gebaute Schienenfahrzeuge Abnahmeprüfungen durchlaufen.
Die Anlage befindet sich neben dem Hauptbahnhof von Velten und ist von der Stadt aus leicht zu erreichen. Die Strukturen sind von außen sichtbar, und Besucher können das Gelände von den umliegenden Wegen aus einsehen.
Der isolierte elektrische Betrieb zwischen Hennigsdorf und Velten nach 1961 war kein Grenzverkehr: Beide Orte lagen in der DDR, unterbrochen war die Strecke nur zwischen Hennigsdorf und Heiligensee. Ein Unterwerk in Hennigsdorf und diese Halle hielten die S-Bahn auf dem abgetrennten Stück in Gang; sie unterstand dem S-Bw Friedrichsfelde, die Dienste übernahm Oranienburg.
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