Kreuzigungsgruppe Henger Herrjotts Fott, Religiöse Skulptur in Aachen, Deutschland.
Die Kreuzigungsgruppe Henger Herrjotts Fott ist eine Bronzegruppe von Bonifatius Stirnberg auf einem runden Kopfsteinpflastersockel zwischen Wirichsbongardstraße und Schildstraße. Ein vier Meter hohes Kreuz trägt eine lebensgroße Christusfigur mit großer Dornenkrone; zu Füßen kauert eine alte Frau im weiten Gewand und blickt auf, vor ihr kniet eine weitere Frau mit Kapuzenmantel, den Oberkörper in deren Schoß gelegt, das Gesicht verborgen.
Das Denkmal wurde vom Künstler Bonifatius Stirnberg geschaffen und am 27. August 1989 offiziell eingeweiht. Diese Errichtung markiert einen Moment der künstlerischen Erneuerung im Aachener Stadtbild am Ende des 20. Jahrhunderts.
Der Name „Henger Herrjotts Fott“ (hinter Herrgotts Gesäß) stammt aus dem Öcher Platt: Vor dem Kreuz traf sich die feine Gesellschaft Aachens, dahinter wohnten einfachere Leute. Bildhauer Bonifatius Stirnberg nannte sein Werk „Osen Herrjotts Hazz“ (unseres Herrgotts Herz), der Herrgott habe ein Herz für das arme Viertel. Seit 1986 findet rund um die Skulptur jährlich ein dreitägiges Straßenfest statt.
Die Gruppe steht auf dem Platz zwischen Wirichsbongardstraße und Schildstraße, der seit 2003 die offizielle Postadresse „Henger Herrjotts Fott“ trägt. Die Bronzeplakette mit dem Foto von 1897 und der Inschrift ist in den Kopfsteinpflasterring am Fuß des Kreuzes eingelassen, man sollte also auch nach unten schauen. Der Ort ist ein offener öffentlicher Platz, zu Fuß erreichbar vom Elisenbrunnen und der Theaterstraße.
Der Bildhauer Bonifatius Stirnberg nannte sein Werk „Osen Herjotts Hazz“ (Unseres Herrgotts Herz), im Sinne, dass der Herrgott ein Herz für das arme Viertel habe; im Volksmund blieb der ältere Name. Eine ovale Bronzetafel im Kopfsteinpflasterring zeigt die verlorene Steingruppe von 1897 und nennt das Missionskreuz von 1792, den Verlust 1941 und die Neuaufstellung 1989.
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