Foveaux-Häuschen, Baudenkmal und Aussichtspunkt in Beuel, Deutschland
Das Foveaux-Häuschen ist ein offener Pavillon im klassizistischen Stil auf dem westlichen Plateau des Ennert-Höhenzugs, rund 150 m ü. NHN im Bonner Ortsteil Küdinghoven. Der verputzte Dreiecksgiebel, die Mauern aus behauenen Sandsteinquadern und Basaltsteinen aus örtlichen Steinbrüchen und die Form eines Tempelportals machen es zum Baudenkmal. Innen stehen drei Steinbänke und ein runder Steintisch, dessen Platte auf einem Säulenrest der Heisterbacher Abteikirche ruht.
Heinrich Josef Foveaux, ein Kölner Tabakfabrikant, ließ das Häuschen um 1820 als Teil eines Sommersitzes am Rhein errichten. 1852 ging der Aussichtspunkt an die Familie Bleibtreu über, die im nahen Hardt Bergbau betrieb. Später stand daneben eine Gartenwirtschaft; zur Zeit der Rheinromantik rasteten hier Wanderer und Studenten.
Zur Zeit der Rheinromantik rasteten Wanderer und Bonner Studenten am Pavillon und blickten auf das Siebengebirge und ins Rheintal. Später gab es neben dem Häuschen eine Gartenwirtschaft. Angeblich ließen zechende Studenten leergetrunkene Bier- und Weinfässer den Berg hinunterrollen.
Der Ort ist von einer Wanderroute aus erreichbar und liegt auf erhöhtem Gelände mit freien Sichtlinien. Es gibt begrenzte Unterstellmöglichkeiten, daher ist das Wetter bei der Planung des Besuchs zu beachten.
Die runde Platte des Steintisches im Inneren ruht auf einem Säulenrest der ehemaligen Heisterbacher Abteikirche. Außerdem soll Abbruchmaterial der Klosterruine in die Außenmauern eingebaut worden sein, sodass der Pavillon Steinmaterial aus der Zisterzienserabtei im Siebengebirge bewahrt.
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