Alte Synagoge von Regensburg, Mittelalterliche Synagogenruinen am Neupfarrplatz, Regensburg, Deutschland
Die Alte Synagoge von Regensburg war ein Gebäude mit spätromanischen und frühen gotischen Elementen, das zwischen 1210 und 1227 errichtet wurde. Archäologische Ausgrabungen zwischen 1995 und 1997 brachten Fundamentreste zum Vorschein, die Aufschluss über die ursprüngliche Struktur geben.
Das Gebäude wurde in den frühen 1200er Jahren errichtet und diente Jahrhunderte lang als Zentrum des jüdischen Lebens in Regensburg. 1519 wurde es infolge der Vertreibung der jüdischen Gemeinde durch die Obrigkeit abgerissen und durch eine Kirche ersetzt.
Der Name Neupfarrplatz erinnert an die Kirche, die nach der Zerstörung der Synagoge an diesem Ort errichtet wurde. Besucher können heute noch die Bedeutung des Platzes als Zentrum jüdischen Lebens im Mittelalter spüren, auch wenn von der ursprünglichen Struktur nur wenig sichtbar bleibt.
Der Ort lässt sich leicht vom Neupfarrplatz aus erreichen, wo eine begehbare Reliefmarkierung die Position der ehemaligen Synagoge anzeigt. Interessierte können das Regensburger Stadtmuseum besuchen, um dort erhaltene Fragmente wie die ursprüngliche Bima zu sehen.
Ein begehbares Bodenrelief mit hebräischen Inschriften, das 2005 installiert wurde, kennzeichnet heute die genaue Stelle des verschwundenen Bauwerks. Dieses moderne Mahnmal ermöglicht Besuchern, den Platz zu betreten und die Geschichte vor Ort unmittelbar zu erleben.
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