Theater Karlshorst, Historisches Theater in Karlshorst, Berlin, Deutschland.
Theater Karlshorst ist ein neoklassizistisches Theatergebäude im Bezirk Lichtenberg mit rundem Grundriss und Säulengang. Im Inneren befindet sich ein Zuschauerraum mit etwa 600 Plätzen, der von runden Säulen mit verziertem Kapitell getragen wird und einer geschwungenen Loge dominiert wird.
Das Gebäude entstand in den Jahren 1948 bis 1949 als erstes Nachkriegstheater Deutschlands unter sowjetischer Besatzung. Es wurde als Militärobjekt Nummer 5 gebaut, um sowjetischen Soldaten in Berlin und der lokalen Bevölkerung Veranstaltungen zu bieten.
Die Bühne war lange Zeit ein Ort für deutsch-sowjetische Begegnungen, wo Künstler aus beiden Ländern auftraten und das Publikum zusammenbrachten. Heute erinnern die Räume noch an diese Zeit des kulturellen Austauschs zwischen den Nationen.
Das Gebäude wird derzeit von der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg genutzt und ist normalerweise nicht für Publikumsbesuche offen. Die Stätte soll 2026 als KAHO mit Theater-, Kino- und Konzertsälen wiedereröffnet werden.
Das Gebäude integriert den erhaltenen Ballsaal des ehemaligen Deutsches Haus, der ursprünglich für Varieteeaufführungen und Unterhaltungsangebote wie Karussells und Schießstände genutzt wurde. Diese historische Schicht macht das Bauwerk zu mehr als nur einem Theater, sondern zu einem Ort, der verschiedene Phasen der Berliner Geschichte verbindet.
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