Dominikanerkloster Prenzlau, Ehemaliges Dominikanerkloster und Kulturmuseum in Prenzlau, Brandenburg
Das Dominikanerkloster Prenzlau ist ein ehemaliges Dominikanerkloster, das in vier Bauphasen von 1275 bis um 1500 errichtet wurde. Kern ist eine 1343 geweihte dreischiffige Backsteinhallenkirche, umgeben von einem Kreuzgang und zweigeschossigen Backsteinkonventsbauten. Die Kirche besitzt schlanke zwei- und dreiteilige Maßwerkfenster nach dem Vorbild der Klosterkirche Chorin, Kreuzgewölbe auf Achteckpfeilern und eine später angefügte Sakristei mit Kreuzgewölben über einem Rundpfeiler.
Nachdem Markgraf Johann I. von Brandenburg 1250 die Uckermark erhalten hatte, erteilte er den Dominikanern die Erlaubnis zur Klostergründung; 1275 kamen die ersten Mönche an, als Gründer und Stifter gilt Johann II. Der in vier Bauphasen von 1275 bis um 1500 errichtete Konvent zählte 1308 bereits zu den reichsten Dominikanerklöstern der Mark. 1519 beschädigte ein Brand die Anlage, 1545 wurde die Gemeinschaft infolge der Reformation aufgelöst.
Seit 1577 nutzt die evangelische Nikolaigemeinde die ehemalige Klosterkirche, daher trägt sie heute den Namen Nikolaikirche. Die Anlage gehört der Europäischen Route der Backsteingotik und dem Deutsch-Polnischen Klosternetzwerk an; seit 1930 beherbergt sie das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum „Kulturarche“.
Die Anlage liegt am südwestlichen Rand der Altstadt, direkt am Steintor, in leicht erhöhter Lage über dem Unteruckersee. Die Kirche dient seit 1577 der Nikolaigemeinde und heißt deshalb heute Nikolaikirche. Seit 1930 wird das Kloster als Museum genutzt; im selben Komplex befinden sich das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum „Kulturarche“.
Die bronzene Fünte der Kirche, um 1400 entstanden, stammt aus der Prenzlauer Marienkirche. Ihr Fuß steht auf drei stilisierten Tieren, drei Männerfiguren auf dem unteren Rand tragen die Kuppa, die unter kielbogigen Arkaden Flachreliefs der Deesis und der zwölf Apostel zeigt.
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