Schloss Trebsen, Gotisches Schloss in Trebsen, Deutschland
Schloss Trebsen ist ein ab 1494 am Westufer der Mulde in Trebsen, Sachsen, errichtetes spätgotisches Wohnschloss. Die vierflügelige Anlage hat einen fast rechteckigen Grundriss von etwa 50 mal 44 Metern; der Zugang führt durch einen Torbogen im schmaleren Südflügel. Ost- und Westflügel zeigen je zwölf Fensterachsen und Staffelgiebel, der westliche als eckständiger Doppelgiebel. Im Hof ist an der Nordwand der Rest des ehemaligen, 18 Meter messenden Bergfrieds erhalten, in vielen Räumen Zellengewölbe; die Fensterrahmen bestehen großenteils aus Rochlitzer Porphyr.
Die Anlage geht auf eine Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert zurück, die an der Mulde errichtet wurde. Ende des 15. Jahrhunderts ließ Georg von Saalhausen das Gebäude grundlegend umbauen und in ein Wohnschloss verwandeln.
Seit 2012 finden im Schloss und im Park die German Highland Games statt, mit Dudelsäcken und Baumstammwerfen. Die Erdgeschossräume sind jeweils unterschiedlichen Epochen angepasst und dienen Feierlichkeiten; im Trauzimmer führt das Standesamt Grimma Trauungen durch.
Das Schloss lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die Wege auf dem Gelände gut begehbar sind. Der angrenzende Park bietet zusätzlichen Raum zum Spazierengehen, besonders bei gutem Wetter.
Der Schlosspark wurde nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts angelegt und führt direkt zu Wanderwegen entlang der Mulde. Wer dem Fluss folgt, gelangt in die offene Landschaft rund um Trebsen.
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