Schloss Fremersdorf, Renaissanceschloss in Fremersdorf, Deutschland
Schloss Fremersdorf ist ein Renaissanceschloss im saarländischen Ort Fremersdorf, der heute zur Gemeinde Rehlingen-Siersburg gehört. Das Hauptgebäude hat zwei Stockwerke mit sieben Fensterachsen und ein barockes Mansarddach, während drei rechteckige Türme mit Zeltdächern den rückwärtigen Teil des Gebäudes prägen.
1040 übertrug Oda, Gemahlin Herzog Gottfrieds von Lothringen, den Hof der Abtei St. Vanne in Verdun, die ihn 1199 an die Benediktinerabtei St. Matthias in Trier verkaufte. Um 1240 könnte zwischen Geisbach und Saar eine Wasserburg entstanden sein. Die mittelalterliche Burg wurde bis spätestens um 1620 abgetragen, als Wilhelm Marzloff von Braubach ein Renaissanceschloss errichten ließ; das heutige Hauptgebäude stammt von um 1797, und 1737 ging der Besitz an Jean Christophe de Galhau.
Der Name des Anwesens geht auf die Herren von Fremersdorf zurück, erstmals 1158 mit Hermann von Frummerstorf erwähnt; mit Jakob von Fremersdorf starb die Familie 1342 im Mannesstamm aus. Über dem von Pilastern flankierten Eingangsportal hängt das Wappen der Familie de Galhau, die 1737 aus dem wallonischen Namur stammend das Gut erwarb. Im Inneren schmücken Ölgemälde der Familie von Boch die Wände.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz der Familie von Boch und ist nicht öffentlich zugänglich. Das Gebäude lässt sich jedoch von der Straße aus gut betrachten, ohne das Grundstück zu betreten.
Die Autobahn A8, die entlang der Saar verläuft, wurde durch einen Teil des ursprünglichen Schlossparks gebaut und hat dessen Ausdehnung dauerhaft verändert. Was heute als Parkgelände übrig bleibt, ist nur ein Bruchteil dessen, was einmal das Gebäude umgab.
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