Waldschlösschen, Denkmalgeschütztes Gebäude in Dresden, Deutschland
Das Waldschlösschen ist ein Herrenhaus in Dresden, das auf einem bewaldeten Sandhügel am Elbufer steht und sich durch graue Holzverkleidung und Sandsteinelemente auszeichnet. Die südliche Fassade zeigt eine markante Formensprache, die gotische Bögen mit regionalen Bauelementen verbindet.
Das Waldschlösschen wurde zwischen 1800 und 1803 vom italienischen Adligen Camillo Marcolini als Jagdpavillon erbaut und gilt als eines der frühesten Beispiele neugotischer Architektur in der Region. Im Laufe der Zeit wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und den Verwendungszweck.
Der Name des Gebäudes hat die gesamte Umgebung geprägt: das nahe gelegene Brauereiviertel, die Elbbrücke und sogar der Stadtteil tragen denselben Namen. Wer durch die Gegend spaziert, bemerkt schnell, wie ein einziges Gebäude einer ganzen Nachbarschaft ihren Charakter gegeben hat.
Das Gebäude liegt in einem ruhigen Waldgebiet am Elbufer und ist Teil einer privaten psychosomatischen Klinik, weshalb der Zugang eingeschränkt sein kann. Ein Besuch der Außenanlagen ist möglich, doch sollte man sich vorab über die aktuellen Zugangsmöglichkeiten informieren.
Der Name Waldschlösschen wurde auch von einer lokalen Brauerei übernommen, die in der Nähe gegründet wurde und bis heute bekannt ist. Damit ist ein einzelnes Gebäude zum Namensgeber für einen ganzen Teil der Dresdner Stadtgeschichte geworden.
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