St. Katharinen, Lutherische Kirche in Gelting, Deutschland
St. Katharinen ist eine gotische Backsteinkirche, die um 1300 auf einer Anhöhe über der Geltinger Au errichtet wurde. Ihr roter Backsteingiebel trägt einen schlanken dunklen Spitzhelm, eine schwarze Uhr mit goldenen Zeigern und Ziffern sowie ein kleines Rundfenster; niedrigere Flügel mit pyramidenförmigen roten Ziegeldächern rahmen ihn. Im Inneren steht eine weiße Orgel mit silbernen Pfeifen über einem Altar mit der Inschrift „SOLI DEO GLORIA“, darunter eine hellblaue Bogennische mit einem Kruzifixrelief.
Die Kirche wurde um 1300 von den Besitzern des Gutes Gelting für ihre Gutsuntertanen erbaut und der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Ab 1427 war sie dem Zisterzienserkloster Rüde inkorporiert und zehntpflichtig. Nach der Reformation übten die Gutsherren das Patronat aus, einschließlich der Wahl der Prediger, bis 1928. 1595 verkaufte Claus von Ahlefeldt die Orgel und mittelalterliche Kunstwerke, worüber Johann von der Wisch Beschwerde führte.
Die Kirche ist der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Eine örtliche Sage berichtet, die Kirche habe zwei Glocken erhalten sollen, doch eine sei beim Verschiffen in der Schleimündung verloren gegangen; wenn die kleine Glocke läutet, klinge es, als sage sie „Min mag ligger i æ Minn“ (mein Gefährte liegt in der Mündung). Vor dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 war die Kirchensprache gemischt dänisch-deutsch.
Die Kirche steht auf einer Anhöhe an der Straße Norderholm, die zum Herrenhaus Gelting führt, am westlichen Rand des Kirchspiels und nicht im Ortszentrum. Die Geltinger Au floss früher dicht vorbei, eine Brücke führte direkt vor der Kirche über den Bach. Der hölzerne Glockenturm von 1729 und das Südportal von 1640 sind von der Straße aus die ersten Bauteile.
Das Gebäude beherbergt zwei separate Gruften mit unterschiedlichen Ursprüngen: eine wurde 1674 von Asmus von Rumohr errichtet. Die zweite Gruft war dem lokalen Adel vorbehalten.
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