Wallfahrtskapelle St. Gerebernus, Mittelalterliche Wallfahrtskapelle in Sonsbeck, Deutschland.
Sankt Gerebernus ist eine Kapelle in Sonsbeck mit drei Schiffen aus Tuffstein, die in vier Joche des Langhauses und ein Joch des Chors unterteilt ist, alle mit Netzgewölben bedeckt. Der Bau zeigt die charakteristische Handwerkskunst des mittelalterlichen Kirchenbaus in dieser Region.
Die Kapelle entstand als Hofkapelle um 900 und wurde 1478 erweitert, um wachsende Pilgerzahlen aufzunehmen. Diese Umgestaltung machte sie zu einem wichtigen Anlaufpunkt für religiöse Reisende in der Region.
Der Name der Kapelle wandelte sich über die Jahrhunderte: 1203 offiziell der heiligen Katharina geweiht, nannten die Bürger sie weiterhin St. Gerebernus, mundartlich verkürzt zu „St. Gebern“ oder „St. Berem“ und manchmal zu „St. Bernadus“ verballhornt. Papst Leo X. führte den offiziellen Namen St. Gerebernus wieder ein, und ab 1513 erhielten Pilger an Festtagen Ablässe. Eine Klausnerhütte an der Nordseite des Turms nahm Votivgaben aus Wachs, Eisen und edlen Metallen entgegen, die zum Besten der Kirche verkauft wurden.
Der Besuch ist tagsüber möglich, wobei Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten durch das Pfarrbüro vereinbart werden können. Es ist hilfreich, vorher Kontakt aufzunehmen, besonders wenn Sie die Kapelle zu einer bestimmten Zeit sehen möchten.
In der Kapelle steht einer von nur zwei erhaltenen Kriechaltären Deutschlands. Pilger krochen durch den Tunnel im Altarblock, um Buße zu tun und Hilfe bei Gicht, Lähmung und Epilepsie zu erhoffen. Die Rillen ihrer Holzschuhe sind im Steinboden noch zu sehen.
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