Schloss Ronneburg, Mittelalterliches Schloss und Museum in Ronneburg, Deutschland.
Schloss Ronneburg ist eine Anlage auf einem steil nach Westen abfallenden Felsen, geteilt in einen hinteren Teil mit Rittersaal und Kellern und einen vorderen historistischen Teil mit Turm. Der romanische Torbogen dient als einziger Zugang, und die St.-Georgs-Kapelle grenzt an das Amtsgerichtsgebäude von 1889.
Bereits vor 900 bestand hier eine spätsorbische Siedlung, die nach 900 durch einen Pfahlwerkposten auf dem Burgberg ergänzt wurde. Ab dem 11. Jahrhundert verwalteten die Vögte von Weida als Reichsministeriale das Gebiet als Herren von Ronneburg und ließen die Burg vor 1200 ausbauen. 1244 ging sie an die Vögte von Plauen über, nach dem Vogtländischen Krieg (1354–1357) wurde sie wettinisches Lehen. Ab 1548 diente sie als Verwaltungssitz des ernestinischen Amts Ronneburg.
Das Schloss zeigt Sammlungen zu Handwerk und Bergbau, die die wirtschaftliche Geschichte der Region widerspiegeln. Besucher können sehen, wie die Bewohner über Jahrhunderte von den Rohstoffen der Umgebung lebten.
Der Haupteingang liegt an der Ostseite zur Stadt hin; früher trennte hier ein Graben das Schloss von der Stadt. Die Anlage steht auf einem steil nach Westen abfallenden Felsen, und Schlosshof und Schlossgarten wurden zur Bundesgartenschau 2007 umgestaltet. Das Museum öffnete im Februar 1993 in den Räumen des Schlosses.
Der Turm beherbergt eine Mineraliensammlung und detaillierte Modelle des Stadtwachstums, die verschiedene Bauphasen zeigen. Diese handgefertigten Darstellungen geben Einblick in die Entwicklung der Siedlung über verschiedene Perioden hinweg.
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