Wildweiberhäuschen, Naturschutzgebiet in Haiger, Deutschland
Wildweiberhäuschen ist ein geschütztes Gebiet in Langenaubach bei Haiger, das Bachwiesen, artenreiche Hochstaudenfluren und verschiedene Laubwälder auf rund 23 Hektar Fläche bewahrt. Neben den Wiesen entlang des Aubachs prägen vor allem die alten Kalksteinfelsen mit ihren Höhlen und die umgebenden Ahorn-, Eschen- und Erlenwälder das Landschaftsbild des Reservats.
Die Kalkfelsen entstanden vor etwa 360 Millionen Jahren in einem urzeitlichen Meer und wurden später durch Erosion freigelegt. In den Höhlen fanden Forscher Knochen von Höhlenbären und Rentieren, die belegen, dass Tiere das Gestein in der Eiszeit als Unterschlupf nutzten.
Das Naturschutzgebiet und sein Kalkfelsen tragen den Namen Wildweiberhäuschen, der in lokalen Erzählungen mit wilden Frauen verbunden wird, die im Wald gelebt haben sollen. Die zwei natürlichen Höhlen im Felsen enthielten Funde von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter, was den Namen mit der langen menschlichen Geschichte des Ortes verknüpft.
Das Reservat liegt am südlichen Rand von Langenaubach zwischen dem Aubach und der Straße K41 nach Breitscheid und lässt sich auf einem Rundweg erkunden. Die Wege führen durch feuchtes Gelände mit Wiesen und Wäldern, daher sind festes Schuhwerk und etwas Zeit für die Beobachtung der Natur empfehlenswert.
Die zwei natürlichen Höhlen des Felsens lieferten Knochen von Höhlenbären, Rentieren und Schneehühnern sowie Spuren menschlicher Anwesenheit von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter. Ein ehemaliger Stollen im Felsen dient heute Fledermäusen wie dem Großen Mausohr und der Wasserfledermaus als Winterquartier.
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