Abteikirche Marienstatt, Mittelalterliche Klosterkirche in Streithausen, Deutschland.
Die Klosterkirche Marienstatt ist ein gotisches Kirchengebäude in Streithausen mit einem Hauptschiff, Seitenschiffen und spitzbogigen Arkaden unter gewölbter Decke. Das Innere wirkt hell und geräumig durch die harmonische Anordnung dieser architektonischen Elemente.
Der Bau begann wohl kurz nach dem Umzug der Mönche ins Nistertal 1222, spätestens 1245, und wurde 1324 noch unvollendet vom Kölner Erzbischof Heinrich von Virneburg geweiht. Neben der 1235 begonnenen Elisabethkirche in Marburg zählt sie zu den ersten gotischen Kirchen östlich des Rheins. Fertiggestellt wurde der Bau erst um 1420, worauf die Gewölbeanfänger und Schlusssteinwappen der Westjoche hinweisen. 1802 wurde das Kloster aufgehoben, 1831 die Kirche Pfarrkirche.
Die Kirche ist Unserer Lieben Frau geweiht; die Marienverehrung ist für den Zisterzienserorden zentral. Papst Pius XI. erhob sie am 27. Juli 1927 zum 700. Weihetag zur Basilica minor. Sie ist bis heute eine vielbesuchte Marienwallfahrtskirche.
Die Kirche liegt im Nistertal auf etwa 235 m Höhe, rund 65 km östlich von Bonn. Der Innenraum ist 62 m lang, das Langhaus 20 m und das Mittelschiff 9 m breit; nehmen Sie sich Zeit, ihn zu durchschreiten. Den Chor umgibt ein Kapellenkranz-Umgang zwischen dreifach abgetreppten Strebepfeilern; über der Vierung sitzt ein achteckiger Dachreiter mit hohem Spitzhelm, der 1931 in seinen heutigen Proportionen erneuert wurde.
Das um 1290 geschnitzte Chorgestühl mit 58 Sitzen in zwei Reihen gehört zu den ältesten noch genutzten Deutschlands; im Lauf der Umbauten rückte es nach Osten und steht heute im Querhaus. Die Abtsstalle zeigt einen Pelikan, der seine Jungen mit eigenem Blut nährt.
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