Schloss Gleina, Kulturdenkmal in Gleina, Deutschland.
Schloss Gleina ist ein zweigeschossiger Barockbau mit hufeisenförmigem Grundriss und mächtigem Mansarddach, der zwischen 1689 und 1739 für Hans Dietrich von Geißmar errichtet wurde, wahrscheinlich nach Plänen des Leipziger Ingenieurs Dörffler. Eine Durchfahrt im Mitteltrakt verbindet den Hof mit dem östlich angrenzenden Landschaftspark, in dem Fragmente barocker Plastiken und ein schmiedeeisernes Gittertor mit Vasenaufsätzen erhalten sind. Im Inneren schmücken Rokokostuckaturen den Speisesaal im Erdgeschoss und den Salon mit Vorraum im Obergeschoss sowie zahlreiche weitere Räume; die Bibliothek im Obergeschoss besitzt eine Holzbalkendecke und vertäfelte Wände.
Die Anlage wurde zwischen 1689 und 1739 von Jagdmeister Hans Dietrich von Geißmar erbaut und diente danach der Familie Helldorf als Wohnschloss bis 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte der Ort mehrfach seine Funktion, bevor er später wieder der Kulturnutzung zugeführt wurde.
Die Saalnamen stammen aus der Zeit der Helldorfs: Der Rote Saal war das Klavierzimmer, der Blaue Saal das Esszimmer der Herrschaft, der Gelbe Saal diente Feierlichkeiten und den Mahlzeiten der Jagdgesellschaft. Seit 2013 bezeichnet der Eigentümer das Schloss in Anlehnung an Joseph Beuys als "soziale Skulptur", offen für alle, die dort Kulturprojekte realisieren; der 2018 gegründete Kulturverein Schloss Gleina veranstaltet mehrere Kulturanlässe pro Jahr und alle zwei Jahre eine große Kunstbienale.
Hof und Landschaftspark sind durch eine Durchfahrt im Mitteltrakt des Gebäudes verbunden, sodass man von einem zum anderen gelangt. Der Park schließt sich im Osten an das Haus an, sein Portal besteht aus einem schmiedeeisernen Gitter mit Vasenaufsätzen daneben. Der 2018 gegründete Kulturverein Schloss Gleina veranstaltet mehrere Kulturanlässe pro Jahr und alle zwei Jahre eine große Kunstbienale.
In der Nachkriegszeit beherbergte die Anlage ein Altenheim mit über 50 Bewohnern und war zwischenzeitlich sogar als sowjetischer Kommandoposten genutzt worden. Diese verschiedenen Leben des Gebäudes zeigen, wie es sich immer wieder neuen Aufgaben angepasst hat.
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