Kelle-Teufelskanzel, Naturschutzgebiet in Bornhagen und Lindewerra, Deutschland
Die Kelle-Teufelskanzel ist ein Naturschutzgebiet auf den steilen westlichen Hängen des Höhebergs und erstreckt sich über etwa 200 Hektar mit unterschiedlichen Waldstrukturen und natürlichen Landschaften. Das Gebiet wird von verschiedenen Wanderwegen durchzogen, die zu Aussichtspunkten führen, von denen man die Flussschleife der Werra und die umliegenden Dörfer überblicken kann.
Das Gebiet erhielt 1996 offiziellen Schutzstatus, um die Waldgesellschaften der Niederwaldwirtschaft zu bewahren, die bis in die 1830er Jahre zurückgehen. Diese historische Nutzungsform prägte lange Zeit die Landschaft, bevor sie zu einem Naturschutzgebiet wurde.
Das Schutzgebiet ist Teil des Grünen Bands und verbindet ökologische Lebensräume entlang der früheren innerdeutschen Grenze durch Thüringen. Für Besucher ist diese Rolle heute spürbar, da der Ort an die natürliche Heilung einer einst geteilten Landschaft erinnert.
Wer die Gegend erkunden möchte, sollte feste Wanderschuhe mitbringen, da die Wege über steile Hänge und Kalkhügel führen. Der beste Ausgangspunkt ist in Bornhagen oder Lindewerra, von wo aus mehrere markierte Routen in das Schutzgebiet starten.
Die Höhenlage variiert stark zwischen 140 und 505 Metern, wodurch unterschiedliche Lebensräume auf kleinem Raum entstehen. Der Kalk untergrund an den Felswänden ermöglicht das Vorkommen seltener Pflanzen wie des Dünnfarn, den Besucher an den steilen Hängen finden können.
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