St. Joseph, Kirchengebäude in Braunsfeld, Deutschland.
Die Kirche St. Joseph ist ein Kirchengebäude in Braunsfeld, das mit klaren geometrischen Formen und offenen Räumen entworfen wurde. Das Gebäude nutzt natürliches Licht geschickt, um die inneren Flächen zu strukturieren und den modernen Charakter des Baus zu unterstreichen.
Die erste St.-Josephs-Kirche von 1906 für die 1915 selbständige Pfarre wurde 1944 bei Luftangriffen zerstört. Nach Jahren in Notkirchen ging im Oktober 1952 ein Wettbewerb mit vier Teilnehmern an Rudolf Schwarz und Joseph Bernard hervor. Der Grundstein wurde am 10. Mai 1953 gelegt, und Kardinal Josef Frings, von 1924 bis 1937 Pfarrer hier, weihte die Kirche am 19. September 1954.
Die Kirche ist dem heiligen Josef von Nazareth geweiht, dem Patron der Arbeiter, passend für ein Viertel, das von einer Ziegelei geprägt war. Der Innenraum folgt Rudolf Schwarz' Idee eines „Zeltes Gottes“: Die Decke war weiß, die Gefache hellblau. 1967/1968 ließ die Gemeinde, offenbar ohne Abstimmung mit dem Büro Schwarz, farbige Fenster von Georg Meistermann einbauen und die Decke dunkelblau fassen; die Renovierung 2001 behielt diesen Zustand bei.
Besucher sollten beachten, dass das Gebäude für Gottesdienste genutzt wird und zu bestimmten Zeiten möglicherweise nicht ohne Weiteres zugänglich ist. Am besten erkundigt man sich vorher, wann man das Innere in Ruhe ansehen kann.
Der Innenraum war ursprünglich als „Zelt Gottes“ gedacht: hellblau verputzte Gefache zwischen weißen Betonständern und eine weiße gezackte Decke, die an einen blauen Himmel mit sonnenbeschienenen Wolken erinnern sollte. 1967/1968 ließ die Gemeinde, offenbar ohne Abstimmung mit dem Büro Schwarz, farbige Fenster von Georg Meistermann einbauen und die Decke dunkelblau fassen, wodurch sich der Farbeindruck umkehrte.
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