Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin, Forschungslabor in Lichterfelde, Deutschland.
Die Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin ist ein sechsstöckiges Labor aus Beton in Lichterfelde, das durch große blaue Rohrleitungen an der Außenwand gekennzeichnet ist. Die Anordnung der Räume folgt einem funktionalen Prinzip mit Laborebenen und dazwischen liegenden technischen Stockwerken, die eine höhere Deckenhöhe aufweisen.
Die Bauarbeiten für das Forschungslabor begannen 1971 nach den Plänen des Architekten Gerd Hänska und wurden 1981 abgeschlossen. Die lange Bauzeit spiegelt die technischen Anforderungen wider, die für ein hochspezialisiertes medizinisches Forschungsgebäude dieser Art notwendig waren.
Der Spitzname Mäusebunker entstand durch die wuchtigen Betonformen und die frühere Nutzung als Versuchstierlabor, ein Name, der bis heute im Volksmund verwendet wird. Die markanten blauen Lüftungsrohre an der Fassade sind nicht nur funktional, sondern prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes als charakteristisches Beispiel für die Architektur der 1970er Jahre.
Jede zweite Etage dient als technisches Geschoss mit erhöhter Deckenhöhe, um das umfangreiche Lüftungssystem unterzubringen. Diese Anordnung erleichtert die Wartung der technischen Anlagen und sorgt für eine gleichmäßige Luftzirkulation in den Laborräumen.
Die sichtbare Technik an der Außenwand ist ein ungewöhnliches Gestaltungsmerkmal, das bei den meisten Laborgebäuden dieser Zeit im Inneren verborgen blieb. Diese offene Bauweise erleichtert nicht nur Reparaturen, sondern macht auch die funktionalen Anforderungen eines hochmodernen Forschungsbaus für Besucher erkennbar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.