St. Elisabeth, Kirchliches Baudenkmal in Rheine, Deutschland.
St. Elisabeth ist eine Kirche der Neuen Sachlichkeit aus graubraunen rechteckigen Steinblöcken, entworfen von Josef Franke und 1931 geweiht. Rechts erhebt sich ein quadratischer Turm mit flachem Abschluss und Uhrscheiben; darunter liegen zwei rundbogige Nischen und vertikale Fenster. Links wird eine runde Apsis mit schmalen Fenstern von einem roten Ziegeldach mit grünem Rand bekrönt.
St. Elisabeth wurde für die 1933 gegründete, durch den Ersten Weltkrieg verzögerte Pfarrei erbaut, um etwa 4.000 Katholiken „hinter der Bahn“ zu versorgen. Der Gelsenkirchener Architekt Josef Franke erhielt den Auftrag im März 1928; die Grundsteinlegung erfolgte im Oktober 1929, die Weihe am 19. November 1931 durch Weihbischof Johannes Poggenburg. Die Weltwirtschaftskrise erzwang Vereinfachungen, und nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs erhielt der Turm statt des flachen Pyramidendachs eine Kupferlaterne, gefeiert beim Richtfest 1952.
Die Pfarrei wurde 1933 gegründet und nach der heiligen Elisabeth benannt, weil sich 1231 ihr Todestag zum 800. Mal jährte. Zur Kirchweihe verfasste die Lehrerin Johanna Wrede den Text und Josef Smets die Komposition eines Patronatsliedes, „Sankt Elisabeth zu Ehren lasst uns Jubellieder singen!“, das in der Gemeinde bis heute gesungen wird.
Die Kirche steht an der Darbrookstraße links der Ems im Rheiner Stadtteil „Hinter der Bahn“, der durch die 1853 erbaute Eisenbahntrasse von der Altstadt getrennt ist. Die drei Hauptportale erreicht man über eine Treppe, die sich über die komplette Breite der Westfassade unter dem Dreiecksgiebel erstreckt. Der flach abschließende Turm trägt Uhrzifferblätter über den louvred Öffnungen.
Die Kirche wurde am 19. November 1931 geweiht, dem Fest der heiligen Elisabeth von Thüringen, die gewählt wurde, weil die Pfarrei 1933 gegründet wurde, 800 Jahre nach ihrem Tod 1231. Ein eigens verfasstes Patronatslied der Lehrerin Johanna Wrede und des Komponisten Josef Smets wird bis heute gesungen.
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