Evangelische Stadtkirche, Evangelische Kirche in Wanfried, Deutschland.
Die Evangelische Stadtkirche ist eine neugotische Hallenkirche, die 1884–1888 nach Plänen von Johann Adam Hermann Rüppel errichtet wurde, einem Schüler des in Wanfried geborenen Architekten Georg Gottlob Ungewitter. Grundriss und Ausstattung folgen dem Eisenacher Regulativ von 1861, der damaligen Richtlinie für protestantische Kirchenbauten. Außen besteht sie aus lokalem Naturstein mit Spitzbogenfenstern und steilem Dach; innen öffnen sich drei Schiffe zu einem Saal unter einem Dach.
Die neugotische Kirche wurde 1884 bis 1888 errichtet und ersetzte die St.-Veits-Kirche, eine hölzerne Kapelle aus dem 8. Jahrhundert, die etwa 800 Jahre bestand. Der Landbaumeister Mathei aus Eschwege hatte aus wirtschaftlichen Gründen einen Neubau empfohlen. Karl Xaver von Scharfenberg trieb das Projekt voran, und Johann Adam Hermann Rüppel, ein Schüler des in Wanfried geborenen Architekten Georg Gottlob Ungewitter, war der leitende Architekt. Der Bau kostete 186.000 Goldmark.
Die Kirche trägt den Namen Stadtkirche von ihrer Vorgängerin, der St.-Veits-Kirche, weiter, einer Holzkapelle, die rund 800 Jahre vor ihrem Abriss bestanden haben soll; die evangelische Gemeinde des Ortes versammelt sich hier bis heute zum Gottesdienst. Die Peternell-Orgel von 1888 begleitet den Gottesdienst, und der Innenraum folgt dem Eisenacher Regulativ von 1861.
Die Kirche liegt an der Kirchstrasse 5 und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten mit den Jahreszeiten wechseln und es hilfreich ist, vor einem Besuch die aktuellen Zeiten zu überprüfen.
Die Orgel wurde 1888 von den Brüdern Peternell erbaut und erklingt noch immer in den Gottesdiensten. Dieses Instrument zeigt die handwerkliche Qualität des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
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