Ziegenbockstation, Bauhaus-Architekturgebäude in Osterholz-Scharmbeck, Deutschland.
Das Ziegenbockstation ist ein zweistöckiges Wohngebäude mit angebautem Stalltrakt in Osterholz-Scharmbeck, gekennzeichnet durch einen weiß verputzten Erdgeschoss und dunkles Holzwerk in der oberen Etage. Die Form wirkt modern mit abgerundeten Ecken und vertikalen Fensterstreifen, die das schlichte Äußere prägen.
Das Gebäude wurde 1928 als Ziegenzuchtstation erbaut und nach Entwürfen von Hans Martin Fricke gestaltet. Es verkörpert einen frühen Einfluss der Bauhaus-Bewegung auf die Architektur im Nordwesten Deutschlands.
Das Gebäude vereint Elemente des niedersächsischen Hallenhauses mit modernistischen Architekturprinzipien, abgerundeten Ecken und vertikalen Fensterbändern.
Das Gebäude liegt in der Nähe der Bahnlinie Bremen-Bremerhaven am Rande der Stadt und ist leicht zu erkennen. Der Ort ist von der Straße aus zugänglich, dient heute aber als Wohnhaus und ist für Besucher daher nur von außen einsehbar.
Das Gebäude wurde 1983 unter Denkmalschutz gestellt, nachdem Baupläne in den Weimar-Archiven die Urheberschaft von Fricke bestätigten. Dies machte es zu einem anerkannten Beispiel für die frühe Verbreitung modernistischer Gestaltungsprinzipien in der ländlichen Region.
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