Friedenssteine, Gedenksteinanlage in Bad Kösen, Deutschland.
Die Friedenssteine sind vier grob behauene Kalksteinblöcke, die dicht beieinander in einem flachen Bogen am Steilhang oberhalb des Ilskewegs stehen. Drei Steine stehen nebeneinander, davor liegt ein vierter rechteckiger Block. Ihre verwitterten grauen Flächen tragen eingemeißelte Daten, auf den flachen Oberseiten wachsen Moos und Flechten.
Die Steine wurden errichtet, um an vier bedeutende Friedensverträge der deutschen Einigung im 19. Jahrhundert zu gedenken. Sie markieren Meilensteine von 1815 bis 1871, die zur Gründung des deutschen Reiches führten.
Die in die Steine gemeißelten Daten verweisen auf die Friedensschlüsse von Wien (1864), Prag (1866), Frankfurt (1871) und den Zweiten Pariser Frieden (1815). Die drei jüngeren Steine stehen dicht nebeneinander in einem Bogen, davor der Stein von 1815. Wer sie stiftete, ist unbekannt; vermutlich ließ Bruno Schmidt, Gutspächter in Kukulau, sie Ende des 19. Jahrhunderts aufstellen.
Der Ort ist über den Wanderweg Ilskeweg erreichbar, der die Steine auf seinem Weg passiert. Besucher sollten beachten, dass die Steine auf einem Hang liegen, daher ist festes Schuhwerk und Vorsicht bei Nässe empfehlenswert.
Lange war der Stifter der Steine unbekannt: Bis 2001 fanden sich in Kösener und Naumburger Archiven keine Dokumente. Bruno Schmidt, Gutspächter in Kukulau und Mitglied der Kösener Badekommission, kümmerte sich Ende des 19. Jahrhunderts um die Steine, und vieles spricht dafür, dass er sie auch stiftete und aufstellte.
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