Tierpark Freiberg, Städtischer Tierpark in Freiberg, Deutschland
Der Tierpark Freiberg ist ein kleiner zoologischer Garten etwa 500 Meter südwestlich der Freiberger Altstadt, eingebettet zwischen Goethestraße, Chemnitzer Straße, Johann-Sebastian-Bach-Straße und Lessingstraße. Er beherbergt etwa 160 Tiere in zwölf Gattungen, darunter Damwild, Mufflons, mehrere Schweinerassen, Waschbären, Shetlandponys, Hausesel, Rotfüchse und exotische Vögel. Eine Herde Skudden trägt zur Erhaltung einer gefährdeten Haustierrasse bei.
Ab 1958 gestaltete das Nationale Aufbauwerk der DDR einen Großteil des Johannisparks in einen Kultur- und Pionierpark um; für 435 Mark waren Unterkünfte für Rotwild, eine Vogelvoliere und ein Wassergeflügelhaus geplant. 1959 erfolgte die Grundsteinlegung, die Pionierorganisation Ernst Thälmann übernahm die Arbeiten, 1961 wurde der Park eingeweiht. In den 1980er Jahren lebten dort knapp 200 Tiere aus 40 Arten, und im angrenzenden Rosengarten fanden die Tierparkkonzerte statt.
Der Park spielt eine Rolle für Schulklassen und Kindergärten, die hierher kommen, um Tiere aus der Nähe zu beobachten. Diese Besuche tragen dazu bei, dass Kinder mehr über einheimische Tierarten und deren Lebensräume lernen.
Der Tierpark liegt rund 500 Meter südwestlich der Freiberger Altstadt zwischen Goethestraße, Chemnitzer Straße, Johann-Sebastian-Bach-Straße und Lessingstraße. Der Eintritt ist traditionell frei, daher wird keine Besucherzählung geführt. Ab 2019 wurde der Rosengarten zur Eingliederung in den Tierpark umzäunt, wodurch der östliche Zugang an der Chemnitzer Straße entfiel.
Der Park nimmt ausgesetzte exotische Fundtiere aus ganz Mittelsachsen per Überlassungsvertrag auf, und im Sommer kommen einzelne Ziegen und Kitze bei tiergestützter Therapie für Demenzpatienten in Altenheimen zum Einsatz. Die 90 Quadratmeter große Voliere für exotische Vögel wurde im Juli 2018 eröffnet.
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