Schloss Dölkau, Historisches Schloss in Dölkau, Deutschland.
Rittergut Dölkau ist ein herrschaftliches dreigeschossiges Schloss in Dölkau bei Leuna mit klassischer Architektur. Die Fassade wird durch einen prächtigen Portikus mit sechs ionischen Säulen geprägt, ergänzt durch aufwändige Stuckornamente.
Das Schloss wurde von 1803 bis 1806 vom Leipziger Architekten Johann Carl Friedrich Dauthe im Auftrag von Carl Ludwig August von Hohenthal erbaut. Die Familie von Hohenthal besaß das Rittergut von 1749 bis 1945. Johannes Brahms war 1853 für einen Tag zu Besuch und widmete seine Klaviersonate op. 5 in f-Moll der Gräfin Ida von Hohenthal. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten erst die US-Armee, dann die Rote Armee das Gebäude; von 1945 bis 1953 war dort die Landesschule der FDJ untergebracht, danach bis 1992 das Kinderheim des Kreises Merseburg.
Das Anwesen zeigt, wie der lokale Adel im frühen 19. Jahrhundert leben wollte und welche Vorlieben er in der Architektur hatte. Die klassische Gestaltung des Hauses spiegelt die Werte und den Geschmack dieser Zeit wider.
Das Gebäude ist in Privatbesitz und wird als Veranstaltungs- und Kongresszentrum genutzt; Innenbesichtigungen hängen daher von den dort stattfindenden Veranstaltungen ab. Die Hauptfassade öffnet sich nach Norden zu einem englischen Landschaftspark, in dem ein klassizistisches Denkmal für Johann Jacob von Hohenthal von 1803 steht. Das zweigeschossige Torhaus mit Mansarddach stammt von etwa 1751.
Im nördlichen Teil des Anwesens steht ein Denkmal zu Ehren von Johann Jacob von Hohenthal, einem älteren Familienmitglied. Dieses Monument wird oft übersehen, obwohl es die Familiengeschichte des Ortes bewahrt.
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