St. Georgi, Mittelalterliche Kirche in Gatterstädt, Deutschland.
St. Georgi ist eine neoromanische Saalkirche aus rötlichem Porphyrgestein mit einem Westturm, der in einer oktogonalen Glockenstube mit Spitzhelm endet. Im Osten ist eine halbrunde Apsis angefügt, und die östlichen und westlichen Pfeiler des Kirchenschiffs tragen schlichte Fialen. Rundbogige Fenster belichten den Innenraum, an der Südseite liegt ein überdachtes Eingangsportal.
Im 13. Jahrhundert entstand rund 600 Meter von der älteren St.-Petri-Kirche entfernt eine dem heiligen Georg gewidmete Filialkirche; ein Glockenguss von 1478 belegt ihren Bestand. Der heutige Bau wurde 1853 bis 1856 nach Entwürfen des Bauinspektors Steudener aus Halle errichtet und 1857 mit fast 400 Sitzplätzen geweiht, worauf die alte Klauskirche zur Friedhofskirche wurde. Die nach 1990 begonnenen Sanierungsarbeiten endeten 2005.
Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchspiel Querfurt in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands. Heute wird die Kirche nur selten genutzt; die alte Klauskirche, die 1857 als Hauptkirche abgelöst wurde, dient als Friedhofskirche. Die Wäldner-Orgel von 1857 mit 23 Registern wartet auf eine Sanierung.
Die Kirche ist normalerweise für Besucher zugänglich, einige Führungen ermöglichen einen tieferen Einblick in die Architektur und Geschichte. Am besten erkundigen Sie sich vor Ort nach den genauen Öffnungszeiten und Besuchungsmöglichkeiten.
Die Orgel von 1857 aus der Werkstatt August Ferdinand Wäldners in Halle hat 23 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischen Trakturen und ist nur bedingt spielbar; sie harrt der Sanierung. Die große Glocke wurde 1505 gegossen; nach den Verlusten von 1917 und 1942 ergänzten 1964 zwei Eisenglocken von Schilling & Lattermann das Geläut in der Tonfolge g′–a′–cis″.
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