Gustav-Adolf-Gedenkkirche Meuchen, Protestantische Gedenkkirche in Meuchen, Lützen, Deutschland.
Die Gustav-Adolf-Gedenkkirche in Meuchen ist eine Steinkirche mit steilem rotem Ziegeldach und einem quadratischen Turm, der von einem kleinen Kreuz bekrönt wird. Über dem rundbogigen Eingang steht die Inschrift „SIE SOLLEN LASSEN STAHN“, und an der Fassade ist ein dunkles Kreuz mit Goldrand angebracht. Im Inneren führt ein Mittelgang aus rotbraunen Fliesen zwischen hellgrauen Bänken zu einem erhöhten Chor mit Altar und einer dunklen hölzernen Kanzel.
Um 1200 als spätromanische Chorturmkirche errichtet, erhielt die Meuchener Kirche im 18. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen und wurde 1911/12 zur Gedenkkirche umgestaltet. Nach der Schlacht bei Lützen am 6./16. November 1632 wurde der Leichnam König Gustavs II. Adolf von Schweden hierher gebracht und für die Überführung nach Weißenfels hergerichtet; die Eichenholzurne mit dem abgewaschenen Blut des Königs ist verschollen.
Der Name Gustav-Adolf-Gedächtniskirche stammt von der Restaurierung 1911/12, bei der die Kirche zur Gedenkkirche umgestaltet wurde. An der Nordseite des polygonalen Chors steht ein Bronzerelief Gustav Adolfs im Kalksteinrahmen nach einem Entwurf von Paul Juckoff. Ein Fenster der nördlichen Chorseite zeigt die Wappenverglasung des schwedischen Königs mit der Inschrift CUM DEO ET VIC-TRICIBUS ARMIS, 1908 hergestellt von der Glasmalerei Wilhelm Franke Naumburg.
Das Gebäude befindet sich im Zentrum des Dorfes Meuchen und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten während der regelmäßigen Gottesdienste oder besonderen Veranstaltungen kommen, um das Innere zu sehen.
Die Eichenholzurne mit Erde und Herbstlaub, die nach der Schlacht von 1632 mit dem Blut Gustav II. Adolfs getränkt worden waren, lag 1882 noch in einer ausgemauerten Höhlung unter einem Stein mit schwedischem Wappen. Sie ist verschollen; eine Tafel im Eingangsbereich erinnert daran.
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