Große Heuneburg, Eisenzeitliche archäologische Stätte in Zwiefalten, Deutschland.
Die Große Heuneburg ist eine befestigte Siedlung der Kelten, die sich auf einem Bergsporn über der Donaulandschaft erstreckt. Das Gelände zeigt noch heute die Grundmauern ehemaliger Häuser und ist durch Wälle und Gräben gekennzeichnet, die einst die Bewohner schützten.
Die Siedlung wurde bereits in der Mittleren Bronzezeit gegründet, erlebte aber um 700 v.Chr. eine neue Blüte als regionales Zentrum. Diese Zeit war geprägt von Kontakten zu südeuropäischen Kulturen, die die Entwicklung der Anlage beeinflussten.
Die Grabmale auf dem Gelände zeigen, wie die keltischen Bewohner ihre Toten bestattet haben und welche Gegenstände ihnen ins Jenseits mitgegeben wurden. Diese Funde erzählen von den Unterschieden zwischen reichen und ärmeren Familien.
Das Gelände ist zu Fuß begehbar und gewährt freien Blick auf die rekonstruierten Hausstrukturen und Befestigungen. Im benachbarten Museum können Besucher Artefakte sehen und mehr über die tägliche Existenz der Bewohner erfahren.
Die Befestigungsanlage zeigt Merkmale, die sonst nur im Mittelmeerraum bekannt sind und deuten auf frühe Handelsbeziehungen zwischen Kelten und südlichen Völkern hin. Diese ungewöhnliche Mischung von Baustilen macht die Anlage in ihrer Zeit zur Ausnahme.
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