Kastell Öhringen-West, Römisches Militärkastell in Öhringen, Deutschland
Das Kastell Öhringen-West war eine römische Militäranlage, die auf einer Terrasse zwischen dem Fluss Ohrn und dem Bach Maßholderbach lag. Die quadratische Anlage war etwa 159 Meter lang und 152 Meter breit und nahm eine Fläche von etwa 2,18 Hektar ein.
Das Fort wurde um 160 n.Chr. erbaut und diente als Garnison für die Cohors I Helvetiorum, eine römische Auxiliareinheit. Es wurde während der Alamannischen Invasionen um 260 n.Chr. aufgegeben.
Der Ort war für römische Soldaten ein religiöses Zentrum, wo Altäre für Gottheiten wie Nymphen und Herkules aufgestellt waren. Diese Funde zeigen, wie die Soldaten ihren Glauben in ihrem täglichen Leben praktizierten.
Die archäologischen Überreste liegen heute unter dem Hohenloher Krankenhaus begraben und sind nicht direkt zugänglich. Funde aus dem Fort sind stattdessen im Weygang-Museum in Öhringen ausgestellt, wo Besucher Artefakte besichtigen können.
Das Fort durchlief mehrere Bauphasen, beginnend mit Holzstrukturen, die später durch Steinbefestigungen ersetzt wurden. Reste von Heizungsanlagen und Wasserleitungssystemen sind teilweise erhalten geblieben und zeigen die technischen Standards der römischen Militärarchitektur.
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