St. Margareta, Klosterkirche in Altenmarkt an der Alz, Deutschland.
Die Klosterkirche St. Margarethen in Baumburg, einem Ortsteil von Altenmarkt an der Alz, ist eine barocke Wandpfeilerkirche, die Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Grundmauern einer romanischen Basilika des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. An der Westfassade blieben zwei Türme mit Zwiebelhauben aus dem 17. Jahrhundert erhalten; davor steht ein zweistöckiger, tempiettoartiger Vorbau mit drei Portalen und einer Figur der heiligen Margareta. Das Innere gliedert sich in vier Joche unter einer Stichkappentonne, mit Stuck von Bernhard Rauch und Hans Georg Funk sowie Fresken von Felix Anton Scheffler.
Eine erste Klosterkirche, 1023 durch den Salzburger Erzbischof Hartwig geweiht, ging der Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts durch Gräfin Adelheid von Sulzbach im frühen 12. Jahrhundert voraus. Dessen romanische Basilika, 45 Meter lang und 20 Meter breit, mit drei Apsiden im Osten und Doppelturmfassade, wurde 1156 von Erzbischof Eberhard I. geweiht. Zum 600-jährigen Weihejubiläum 1756 ließ Probst Joachim Vischer durch den Trostberger Baumeister Franz Alois Mayr die heutige Barockkirche auf den alten Grundmauern errichten; erhalten blieben nur die Türme mit ihren Zwiebelhauben aus dem 17. Jahrhundert. Nach der Aufhebung des Stifts 1803 blieb die Kirche als Pfarrkirche bestehen.
Die Kirche zeigt eine Verbindung von weißen Wänden und üppiger Ausstattung, wobei die seitlichen Altäre und Stuckarbeiten in warmen Farben von Künstlern aus der Wessobrunner Schule stammen. Besucher können diese handwerklichen Details beim Umhergehen entdecken und nachvollziehen, wie religiöser Raum hier durch Farbe und Form gestaltet wurde.
Die Kirche steht in Baumburg, einem Ortsteil von Altenmarkt an der Alz im Landkreis Traunstein in Oberbayern. Der Zugang führt über die Westfassade mit dem zweistöckigen, tempiettoartigen Vorbau, in dessen Erdgeschoss sich drei Portale öffnen; in der mittleren Figurennische des Obergeschosses steht die heilige Margareta. Die unverputzte Westfassade trägt noch die beiden Türme mit ihren im 17. Jahrhundert aufgesetzten Zwiebelhauben.
Das 1757 von Kurfürst Maximilian III. Joseph und seiner Gemahlin Maria Anna gestiftete Hochaltarbild zeigt den französischen König Ludwig XIV. und Maria Teresa, die der heiligen Margareta den ersehnten Thronfolger präsentieren. Der Augsburger Maler Joseph Hartmann setzte damit die eigene Hoffnung des Stifterpaares auf Nachkommenschaft in die Szene.
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