Eider-Kaserne, Militärkaserne in Rendsburg, Deutschland
Die Eiderkaserne ist ein Militärkomplex in Rendsburg mit einer Fläche von etwa 19 Hektar und besteht aus Ziegelbauten mit dekorativen Putzfeldern und nordeuropäischen Renaissanceelementen. Der Hauptbau hat eine charakteristische dreiflügelige Anordnung mit Mittelbau.
Der Komplex wurde zwischen 1903 und 1905 für die deutsche Kaiserliche Armee errichtet und diente später verschiedenen Streitkräften einschließlich britischer, dänischer und norwegischer Truppen nach 1945. Die Anlage war daher über mehrere Jahrzehnte ein Ort für verschiedene nationale Militärpräsenzen.
Das Hauptgebäude trägt den Spitznamen 'Schloss an der See' wegen seines dreiflügeligen Aufbaus und seiner palastähnlichen Erscheinung mit einem zentralen Mittelteil. Diese markante Form prägt bis heute das Erscheinungsbild des gesamten Komplexes.
Der Ort liegt neben der Bundesstraße B77 und wurde später in das Neuwerk-West-Viertel umgewandelt, das nun etwa 700 Einwohner beherbergt. Eine 377 Meter lange Lärmschutzwand schirmt das Wohngebiet vom Straßenlärm ab.
Von 1962 bis 1997 war der Komplex Sitz des internationalen NATO-Korps LANDJUT, das für Süddjütland, Schleswig-Holstein und Hamburg zuständig war. Diese internationale militärische Rolle war während des Kalten Krieges von großer strategischer Bedeutung für die Region.
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