Burg Stolzenau, Mittelalterliche Burgruine in Stolzenau, Deutschland.
Burg Stolzenau ist eine Burganlage in Stolzenau an der Weser, von der heute noch Grundmauern und Spuren des einstigen Wassergrabens sichtbar sind. Die Überreste zeigen die typische Anordnung einer mittelalterlichen Wehranlage mit Vorburg und dem Hauptbereich nah am Fluss.
Die Grafen von Hoya errichteten die Burg 1346 als Grenzfestung gegen die vier Kilometer südlich gelegene Schlüsselburg der Bischöfe von Minden. Zwischen 1530 und 1569 wurde sie zum Residenzschloss umgebaut, wobei das Steinmaterial vom Abriss der Kirchen in Holzhausen, Leese und Schinna stammte. 1627 zerstörten kaiserliche Truppen das Schloss; nur zwei Wirtschaftsgebäude überstanden dies.
Der Name Stolzenau wird in den Quellen nicht erklärt; die Burg selbst ist verschwunden, und nur zwei Wirtschaftsgebäude überstanden ihre Zerstörung im Jahr 1627. Auf dem Gelände der einstigen Schlossanlage stehen heute spätere Bauten, darunter eine 1965 errichtete Realschule an der Stelle des früheren Amtshauses. Der 1378 eingerichtete Freihof der Familie von Münchhausen gehört dieser bis heute.
Die Burg selbst ist abgegangen; erhalten sind nur der Standort und die Geschichte des Amtshauses, keine Ruinen, Mauern oder Gräben. Das frühere Amtshaus gegenüber dem Burgareal wurde 1965 für den Bau einer Realschule abgebrochen. Suchen Sie den Freihof der Familie von Münchhausen, der ihr bis heute gehört.
Die Burg wurde 1370 erstmals urkundlich erwähnt, als zwei Burglehen verliehen wurden. Auf dem einen errichteten die Gebrüder von Mandelsloh 1386 einen Burgmannshof, auf dem anderen baute die Familie von Münchhausen 1378 einen Burgmannssitz; der daraus hervorgegangene Freihof gehört ihr bis heute.
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