Gutshaus Märkisch Wilmersdorf, Kulturdenkmal in Märkisch Wilmersdorf, Deutschland.
Das Gutshaus Märkisch Wilmersdorf ist ein Herrenhaus, dessen Kern ein dreiflügeliger Barockbau in U-Form aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist. 1801 wurde es zu einem eingeschossigen, neunachsigen Putzbau auf rechteckigem Grundriss mit Krüppelwalmdach umgebaut; ein späterer Umbau im Tudorstil machte es zweigeschossig. Es steht nördlich des Dorfkerns in einem ummauerten Gut, die Dorfkirche liegt direkt südlich.
Das Herrenhaus entstand im ausgehenden 17. Jahrhundert, als der Kammerherr Henning Bernd von Schwerin das Dorf 1684 erwarb und es später als Lehen von Friedrich I. bestätigt erhielt. Das Gut durchlief verschiedene Phasen als Gutshof und wurde besonders während des 19. Jahrhunderts in seiner heutigen Form geprägt.
Von 1945 bis 1956 diente das Gutshaus als Unterkunft für Flüchtlinge und Umsiedler; anschließend zog ein Kinderheim, das später den Namen Ernst Thälmann erhielt, in den Großteil der Räume, während eine Schule bis 1974 weitere Räume belegte und der Kindergarten ins Gärtnerhaus zog. Der Park umfasste 1917 noch 243 Gehölzarten, 1959 nur noch 116.
Das Gebäude ist von außen sichtbar und liegt in unmittelbarer Nähe des Dorfkerns, was es einfach zu erreichen macht. Die Anlage mit ihren ummauerten Flächen ist von den öffentlichen Wegen aus gut zu betrachten.
Während der Pachtzeit des Gutes im 19. Jahrhundert betrieb Fritz von Schwerin hier eine Zucht für Gordon Setter, spezialisiert auf Jagdhunde. Diese ungewöhnliche Tierhaltung machte das Anwesen über die Grenzen hinaus bekannt.
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