Gutshaus Märkisch Wilmersdorf, Kulturdenkmal in Märkisch Wilmersdorf, Deutschland.
Das Gutshaus Märkisch Wilmersdorf ist ein klassizistisches Herrenhaus mit neun Achsen und verputzter Fassade, die von einem flachen Walmdach mit zierlichen Kranzgesims gekrönt wird. Die Anlage liegt nördlich des Dorfkerns innerhalb einer ummauerten Parkanlage und besitzt eine direkte sichtliche Achse zur südlich gelegenen Dorfkirche.
Das Herrenhaus entstand im ausgehenden 17. Jahrhundert, als der Kammerherr Henning Bernd von Schwerin das Dorf 1684 erwarb und es später als Lehen von Friedrich I. bestätigt erhielt. Das Gut durchlief verschiedene Phasen als Gutshof und wurde besonders während des 19. Jahrhunderts in seiner heutigen Form geprägt.
Das Herrenhaus war lange Zeit das wirtschaftliche Zentrum des Dorfes und prägt bis heute das Bild des Ortes. Nach dem Krieg nutzte man es als Unterkunft für Vertriebene und später als Kinderheim und Schulgebäude.
Das Gebäude ist von außen sichtbar und liegt in unmittelbarer Nähe des Dorfkerns, was es einfach zu erreichen macht. Die Anlage mit ihren ummauerten Flächen ist von den öffentlichen Wegen aus gut zu betrachten.
Während der Pachtzeit des Gutes im 19. Jahrhundert betrieb Fritz von Schwerin hier eine Zucht für Gordon Setter, spezialisiert auf Jagdhunde. Diese ungewöhnliche Tierhaltung machte das Anwesen über die Grenzen hinaus bekannt.
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