U-Verlagerung Ente, Architektonisches Denkmal und Werkstatt nahe dem Loisach-Fluss, Deutschland
Ente ist ein Kulturdenkmal und eine ehemalige Produktionsstätte in Eschenlohe, Bayern, das in den Fels eines Berges gegraben wurde. Die Anlage umfasst unterirdische Stollen, Hangars und Kammern, die auf mehreren Ebenen in den Fels eingelassen sind.
Die Anlage wurde Anfang der 1940er Jahre errichtet, um Flugzeugkomponenten vor Luftangriffen zu schützen, indem die Produktion in den Berg verlegt wurde. Sie war Teil eines breiteren deutschen Programms zur Verlagerung kriegswichtiger Industrie in unterirdische Standorte.
Der Name "Ente" bezieht sich vermutlich auf die Form oder den Tarnnamen, der von den Erbauern gewählt wurde, um die wahre Funktion der Anlage zu verschleiern. Heute ist das Bauwerk ein anerkanntes Kulturdenkmal, das Besuchern zeigt, wie Industrie und Landschaft im Krieg miteinander verbunden wurden.
Der Standort ist nicht frei zugänglich und kann nur im Rahmen geführter Touren besichtigt werden, die von lokalen Behörden organisiert werden. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig zu informieren und anzumelden, da die Touren begrenzte Plätze haben.
Die Erbauer nutzten natürliche Risse und Spalten im Fels, die gezielt erweitert wurden, anstatt den Fels vollständig auszuhauen. Dadurch konnte die Anlage von außen kaum wahrgenommen werden, da der Berg nach dem Einbau nahezu unverändert aussah.
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