Lufthauptmunitionsanstalt Langlau, Rüstungsbetrieb der Luftwaffe im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Die Lufthauptmunitionsanstalt Langlau ist eine Munitionsfabrik der deutschen Luftwaffe in der Region Weißenburg-Gunzenhausen. Das Gelände erstreckt sich über etwa 233 Hektar und besteht aus über 60 Bunkern, Werkstätten, Wohnbaracken, Verwaltungsgebäuden und Lagerräumen für Munition.
Der Bau der Anlage begann 1935 und war 1939 abgeschlossen, entstanden während eines Arbeitsbeschaffungsprogramms. Nach 1945 wurde das Gelände von Flüchtlingen und Kriegsgefangenen bewohnt, später entstanden dort Fabrikgebäude für die Klavierherstellung, die bis 1993 in Betrieb waren.
Der Ort trägt den Namen Langlau nach dem nahegelegenen Dorf und wurde von der Luftwaffe als Munitionsfabrik genutzt. Die Gemeinschaft, die sich nach dem Krieg dort bildete, mit ihrer hölzernen Kirche und den Flüchtlingsunterkünften, zeigt, wie dieser militärische Platz ein Zuhause für Menschen in schwierigen Zeiten wurde.
Das Gelände ist eingezäunt und teilweise für Besucher zugänglich, wobei einige Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Terrain uneben ist und alte Strukturen sowie Überreste von Straßen vorhanden sind.
Der Ort war so gut vor Luftangriffen verborgen durch grüne Tarnung und eine Überschwemmung, dass Piloten ihn kaum finden konnten, und sogar Flugblätter mit Witzen über den versteckten Standort abgeworfen wurden. Nach dem Krieg wurde dort eine Klavierfabrik betrieben, die bis 1993 hochwertige Instrumente unter bekannten Marken herstellte.
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