Schleusentreppe Wüsteneutzsch, Schleusenruine in Leuna, Deutschland
Die Schleusentreppe Wüsteneutzsch ist eine geplante Doppelschachtschleuse am nie vollendeten Elster-Saale-Kanal bei Kilometer 1,81 nahe Wüsteneutzsch, das seit 1951 zu Kreypau, einem Ortsteil von Leuna, gehört. Nur die obere Kammer wurde begonnen, im Felsen gegründet und als Gewichtsmauer aus Beton ausgeführt; ihre Reste stehen als drei getrennte Wandabschnitte, deren äußere Blöcke innen je eine senkrechte Aussparung zeigen.
Der Bau dieser Schleuse für das Elster-Saale-Kanal-System begann 1933, wurde aber 1943 während des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Die obere Kammer blieb unvollständig und die Anlage wurde nie fertiggestellt.
Der Name Wüsteneutzsch verbindet das Dorf mit der geplanten Schleusentreppe des Elster-Saale-Kanals, der seit 1999 Saale-Leipzig-Kanal heißt. Die Anlage spiegelt die Binnenschifffahrt vor dem Krieg: In den Häfen sollten Schlepper gewechselt werden, und in der 360 Meter langen Zwischenhaltung sollten Schleppkähne von einer seilbetriebenen Treidelanlage gezogen werden, da Selbstfahrer noch selten waren.
Die Ruine liegt bei Kilometer 1,81 des ehemaligen Elster-Saale-Kanals, seit 1999 Saale-Leipzig-Kanal, bei Wüsteneutzsch, einem Ortsteil der Stadt Leuna in Sachsen-Anhalt. Von den zwei geplanten Kammern wurde nur die obere gebaut; die Betonmauern stehen frei der Witterung ausgesetzt, am Fuß wächst Gras. Der Zugang erfolgt zu Fuß; festes Schuhwerk ist sinnvoll, da der Boden um die drei Wandabschnitte unbefestigt ist.
Von den zwei geplanten Kammern wurde nur die obere realisiert; die untere blieb im Planungsstadium. Die gebaute Kammer wurde in Felsen gegründet und als Gewichtsmauer aus Beton ausgeführt, und der 360 Meter lange Abschnitt zwischen beiden Kammern war als Begegnungs- und Wendestrecke für Schlepper und ihre Schleppkähne vorgesehen.
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