St.-Andreas-Kirche, Römisch-katholische Kirche in Emsbüren, Niedersachsen, Deutschland
St. Andreas ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Emsbüren, errichtet aus hellbraunen und grauen Sandsteinblöcken. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist sie eine vierjochige, dreischiffige Hallenkirche mit drei gleich hohen Schiffen, fünf Rundpfeilern und einem ellipsenförmigen Pfeiler vorne links. Der 78 m hohe neugotische Westturm mit sechsseitigem Pyramidenhelm wurde 1867 erbaut und trägt ein Zifferblatt mit schwarzen Ziffern.
Um 800 soll der heilige Liudger, erster Bischof von Münster, auf dem Weg nach Friesland in Emsbüren Station gemacht haben; ob er dort eine Kirche gründete, ist ungewiss. Im 12. Jahrhundert erhielt die Kirche eine romanische Form, im 15. Jahrhundert wurde sie gotisiert und das südliche Seitenschiff angebaut; Mitte des 19. Jahrhunderts folgte das Nordschiff. 1858 entstand der ⅝-Chorschluss, 1867 der 78 m hohe neugotische Westturm.
Die Kirche ist dem heiligen Andreas gewidmet, dessen Leben das dreiflügelige Hauptportal zeigt: Die linke Bronzetür stellt die Berufung der Apostelbrüder Andreas und Petrus dar, das mittlere Relief Andreas mit dem Andreaskreuz, die rechte Tür die Brotvermehrung. Die Gemeinde gehört zum Bistum Osnabrück und bildet mit Engden, Elbergen und Listrup eine Pfarreiengemeinschaft.
Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet; im Westen stehen der 78 m hohe Turm und das dreiflügelige Hauptportal, an der Nordwestseite liegt das Elisabethportal, an der Südwestseite das Ludgeriportal. Im Inneren steht der Taufstein aus Bentheimer Sandstein im Mittelgang, und die Bankreihen in den Seitenschiffen sind so breit wie im Hauptschiff. An der Außenwand des südlichen Seitenschiffs ist die Sonnenuhr von 1769 angebracht.
Die Kirche besteht aus Sandstein, nicht aus Feldstein. Ihr 78 Meter hoher Westturm, weit höher als das Langhaus, wurde 1867 im neugotischen Stil mit sechsseitigem Pyramidenhelm fertiggestellt. Die Bronzetüren des dreiflügeligen Hauptportals, gegossen von Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher, zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Andreas.
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