St.-Anna-Kapelle, Denkmalgeschützte Kapelle in Weiden, Kürten, Deutschland.
Die St.-Anna-Kapelle ist eine römisch-katholische Kapelle in Weiden, errichtet aus Bruchsteinen, 7,15 Meter lang und 5 Meter breit. Sie besitzt einen Chor mit dreiseitiger Apsis, je zwei Bogenfenster auf den Langseiten und einen Dachreiter als Glockentürmchen. Im Inneren befinden sich ein neubarocker Altaraufsatz mit Figuren der heiligen Anna und der Gottesmutter Maria, eine Pietà sowie Wandbilder von Maria mit dem Jesuskind und dem heiligen Josef.
Eine Urkunde vom 28. Juni 1507 belegt, dass der Kölner Weihbischof Dietrich Wichwael die Kapelle am 17. Mai 1507 weihte; errichtet wurde sie auf gestiftetem Land vom Kürtener Vizekuraten Sebastianus Vette nach seiner Pilgerreise nach Düren. Ein Brand zerstörte sie 1842, Pastor Tuchscherer weihte den Neubau am 16. Juni 1845 erneut ein. Ein Bombenangriff auf Weiden am 10. Februar 1945 beschädigte sie, 1947 wurde der Innenraum neu gestaltet.
Die Kapelle zeigt sich heute als religiöser Ort, wo Besucher handwerklich geschaffene Fenster entdecken können, die heilige Personen darstellen. Das Innere bewahrt die schlichte Bauweise und vermittelt eine stille, konzentrierte Ausstrahlung, die Gläubige und Besucher anzieht.
Die Kapelle befindet sich an der Kölner Straße und ist leicht zu erreichen, wobei die schlichte Fassade von außen sichtbar ist. Ein Besuch erfordert keine besonderen Voraussetzungen und Besucher können die Fenster und Innenarchitektur tagsüber betrachten.
Die beiden Ostfenster der Kapelle entwarf der Kürtener Künstler Franz Toenniges zum 500-jährigen Jubiläum 2007; sie zeigen die heilige Hedwig, Patronin Schlesiens, und Anna selbdritt. Ausgeführt wurden sie von der Kürtener Glaskünstlerin Maria Schätzmüller-Lukas. Toenniges stammte aus Schlesien, was die Wahl der heiligen Hedwig erklärt.
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