Schiefer Turm von Gau-Weinheim, Mittelalterlicher Wehrturm in Gau-Weinheim, Deutschland
Der Turm von Gau-Weinheim ist ein quadratisches Steingebäude, das ursprünglich als Festungsanlage für einen Friedhof diente und später als Glockenturm umgebaut wurde. Er verfügt über Glockenwerke, die mehrmals täglich läuten und das Dorf durchschallten.
Das Bauwerk wurde im Mittelalter erstmals urkundlich erwähnt und diente damals der Verteidigung des Dorfes. Im 18. Jahrhundert wandelte man es in einen Glockenturm um, der seither beiden Religionsgemeinschaften dienstbar ist.
Die Glocken prägen den Rhythmus des Dorflebens mit ihrem täglichen Läuten und verbinden verschiedene Glaubensgemeinschaften durch ein gemeinsames Zeichen. Diese akustische Kontinuität schafft eine Verbindung zwischen den Menschen vor Ort und ihrer Geschichte.
Der Turm befindet sich im Zentrum des Dorfes und ist von der Straße aus einsehbar, sodass Besucher ihn leicht ausfindig machen können. Die beste Zeit zum Besuch ist tagsüber, wenn das Läuten der Glocken zu hören ist und das Bauwerk in gutem Licht steht.
Das Bauwerk neigt sich bei Messungen unter einem ungewöhnlichen Winkel zur Seite und übertrifft damit sogar bekannte schiefe Türme anderer Länder. Diese physische Eigenschaft macht es zu einem seltenen Beispiel mittelalterlicher Bauwerke mit einer solch ausgeprägten Neigung.
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