Massengrab von Wiederstedt, Neolithische Massengrabstätte in Wiederstedt, Deutschland
Das Massengrab von Wiederstedt ist eine neolithische Begräbnisstätte mit einer kreisförmigen Bestattungsgrube von etwa 1,5 Meter Durchmesser. Die Grube liegt 1,6 Meter unter der Erdoberfläche und enthält die sterblichen Überreste von zehn Personen, darunter zwei Erwachsene und acht Kinder.
Das Grab wurde 1998 während Bauarbeiten für eine Feuerwehrstation entdeckt und stammt aus der Periode der Linearbandkeramik vor etwa 7000 Jahren. Es bietet Einblick in frühe neolithische Bestattungspraktiken und Siedlungsmuster dieser prähistorischen Kultur.
Die Bestattungsweise zeigt Unterschiede zu üblichen Praktiken der Linearbandkeramik, da die Körper ohne besondere Anordnung oder Grabbeigaben beigesetzt wurden. Diese Art der Bestattung deutet auf besondere Umstände hin, die sich von normalen Begräbnissen unterschieden.
Die Stätte befindet sich in Wiederstedt und kann im Kontext des Dorfbesuches besichtigt werden, wobei archäologische Feldmarker die ursprüngliche Position anzeigen. Besucher sollten beachten, dass die genaue Lage unter modernen Strukturen verborgen sein kann und lokale Informationen nützlich sind.
Im Gegensatz zu anderen Massengräbern aus demselben Zeitraum zeigen die Skelettüberreste keine Anzeichen von Gewalt oder Kampfverletzungen. Dies deutet darauf hin, dass die Personen wahrscheinlich an Krankheiten oder anderen natürlichen Ursachen starben, anstatt in einem Konflikt umzukommen.
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