Feldweg Marsdorf–Medingen, Feldweg und Flächennaturdenkmal in Dresden und Ottendorf-Okrilla, Deutschland
Der Feldweg Marsdorf–Medingen ist ein unbefestigter historischer Wirtschaftsweg von etwa 1,5 Kilometern Länge, der in vielen Kurven zwischen Marsdorf, einem Dresdner Ortsteil, und Medingen in Ottendorf-Okrilla verläuft. Zwei helle Spurrillen aus Kies und Erde werden von einem schmalen grünen Grasstreifen getrennt, außen säumt weiteres Gras den Weg. Eine Seite begleitet eine Baumreihe, die andere ein Feld; an den Rändern wachsen Hecken, Sträucher und Obstbäume.
2001 regte der Verein für Heimatgeschichte und Dorfentwicklung Medingen an, den historischen Wirtschaftsweg als gefährdete Kulturlandschaft unter Schutz zu stellen, unterstützt von der NABU-Ortsgruppe Großdittmannsdorf. Ein geplanter geschützter Landschaftsbestandteil scheiterte am Gemeinderat Ottendorf-Okrilla und an Kommunalpolitikern aus Weixdorf. 2010 einigten sich Dresden und Ottendorf-Okrilla auf ein Flächennaturdenkmal; die Verordnung unterschrieb im November 2013 Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz.
Der Weg verbindet zwei ländliche Siedlungen und wird von Bauern genutzt, die hier seit Generationen ihre Felder bearbeiten. Die breiten Grasstreifen in der Mitte und die unbefestigten Ränder zeigen, wie man hier traditionell Landwirtschaft und Natur gemeinsam bewirtschaftet.
Der Weg verbindet Marsdorf und Medingen auf etwa 1,5 Kilometern und quert die Grenze zwischen der Stadt Dresden und dem Landkreis Bautzen; das Schutzgebiet umfasst rund 3,33 Hektar. Die Oberfläche besteht aus unbefestigtem Kies und Erde mit begrüntem Mittelstreifen, nach Regen ist daher festes Schuhwerk sinnvoll. Der Verlauf ist kurvenreich, und die Fahrspuren verengen sich zwischen Baumreihe und Ackerflächen.
Das Schutzgebiet umfasst etwa 3,33 Hektar, davon rund 1,12 Hektar auf Dresdner und 2,21 Hektar auf Bautzener Gebiet. Es liegt in der geschützten Landschaft Moritzburger Kleinkuppenlandschaft. Der Birkhübel, ein bewirtschafteter Hainbuchen-Traubeneichen-Mittelwald, gehört zum Naturdenkmal und dient als Inselbiotop für Maiglöckchen, Vielblütige Weißwurz und Schattenblümchen.
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