Sudetendeutsches Museum, Kulturerbemuseum im Stadtteil Au, München, Deutschland
Das Sudetendeutsches Museum ist ein Museum über fünf Etagen in München, das die Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien mit Multimedia-Präsentationen darstellt. Es zeigt, wie diese Regionen geprägt waren und welche Kulturen dort tätig waren.
Das Museum wurde im Oktober 2020 eröffnet und dokumentiert über 1.100 Jahre deutsche Präsenz in Gebieten, die heute Teil der Tschechischen Republik sind. Es behandelt auch die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf diese Bevölkerung.
Die Dauerausstellung zeigt, wie Deutsche, Tschechen und Juden in den böhmischen Regionen zusammengelebt haben, durch Gegenstände, Fotografien und interaktive Installationen. Die Besucher erleben dabei die vielfältigen Verflechtungen dieser unterschiedlichen Gemeinschaften im Alltag.
Die Sammlung erstreckt sich über mehrere Etagen und erfordert einige Zeit zum Erkunden, daher ist es sinnvoll, mit ausreichend Muße zu besuchen. Eine gute Vorbereitung oder ein Audioguide helfen dabei, die Inhalte besser zu verstehen und die Ausstellung in Ruhe zu genießen.
Das Museum beherbergt das längste Motorrad, das jemals von Böhmerland hergestellt wurde, ein faszinierendes Beispiel für die Industriegeschichte der sudetendeutschen Gemeinschaft. Dieses ungewöhnliche Fahrzeug zeigt den Erfindergeist und die technischen Fähigkeiten dieser Region.
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