Südfriedhof, Friedhof und architektonische Struktur in Ingolstadt, Deutschland.
Der Südfriedhof ist ein Friedhof und Bauwerk in Ingolstadt mit einer 14 Meter hohen Aussegnungshalle, die mit freistehenden Rippengewölben aus Sichtbeton und Betonglaselementen konstruiert wurde. Die Halle verbindet moderne Betonarchitektur mit natürlichem Licht durch ihre charakteristischen Fensterelemente.
Das Friedhofsgelände wurde 1965 unter der Leitung des Stadtplaners Hans Straub eröffnet und sollte moderne Strukturelemente in die Friedhofsarchitektur integrieren. Die Aussegnungshalle verkörpert den zeitgenössischen Baustil der Nachkriegszeit mit ihren innovativen Betonkonstruktionen.
Die Betonreliefs im Inneren der Aussegnungshalle wurden von dem Bildhauer Knut Schnurer als Negative in die Verschalungen eingebaut und gleichzeitig mit den Wänden gegossen. Die Reliefs sind daher kein nachträglich angebrachter Schmuck, sondern Bestandteil des Bauwerks selbst.
Der Friedhof liegt im Süden Ingolstadts in der Fauststraße 56. Außenanlagen, Grabstätten, Aussegnungshalle und Anlieferungshof wurden gemeinsam vom städtischen Hochbauamt entworfen, sodass die Anlage als ein Entwurf zu lesen ist. Die Halle mit ihrem Glockenturm erreicht man zu Fuß über das Friedhofsgelände.
Das Glockenhaus präsentiert ein markantes A-förmiges Design aus Stahlbeton, das sich deutlich vom übrigen Friedhofsgelände abhebt. Die elliptischen Fenster wurden von Erich Wilhelm Torsten entworfen und prägen die Fassade mit ihrer geometrischen Eleganz.
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