Haus Levy, Wohngebäude an der Rothenbaumchaussee, Hamburg, Deutschland
Das Haus Levy ist ein Wohngebäude an der Rothenbaumchaussee 26 in Hamburg, das 1922 von den jüdischen Architekten Hans und Oskar Gerson erbaut wurde. Der dunkle Klinkerbau entstand als Genossenschaftsprojekt und wurde durch das Bankhaus M.M. Warburg & Co finanziert.
Das Haus entstand in den 1920er Jahren als progressives Wohnprojekt, verkörperte aber später die Vertreibung während der Nazi-Zeit. Jüdische Bewohner wurden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und ihren Besitz weit unter Wert zu verkaufen.
Das Haus war lange Zeit ein vielfältiges Wohnhaus mit jüdischen Bewohnern, die ihre Spuren in den Räumen hinterlassen haben. Die Stolpersteine am Eingang erinnern an diese Menschen und machen ihre Geschichte für Besucher sichtbar und greifbar.
Das Gebäude ist von außen zu sehen und die Stolpersteine am Eingang sind leicht zugänglich. Besucher können jederzeit vorbeigehen und die Gedenktafeln sehen, die an die früheren jüdischen Bewohner erinnern.
1986 wurde eine versteckte Klarinette unter den Dielenbrettern des Dachbodens entdeckt, was umfangreiche Recherchen zur Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner auslöste. Dieser Fund öffnete ein Fenster zu den persönlichen Leben derjenigen, die einst hier lebten.
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